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... natürlich ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Es gibt noch mehr!

4. KWK-Planer- und -Beratertage am 29.11.2017 in Duisburg

BKWK     Mit einem Beitrag von RA Uwe Rühling:

                                     "KundenUNfreundliche Zumutungen in der Branche"

Die Präsentationen des 4. KWK-Planer- und Beratertages am 29.11.2017 können Sie beim BHKW e.V. downloaden.

Hier aus unserer Werkstatt zum download:

Beitrag von RA Uwe Rühling

Hintergrundmaterial zum Beitrag von RA Uwe Rühling

Präsentationen der 4. KWK-Planer- und -Beratertage

BKWK

 
 
 

 
 

Angebot zum Download der Präsentationen der 4. KWK-Planer- und -Beratertage des B.KWK

Am 29.11.2017 fanden die KWK-Planer- und Beratertage zum vierten Mal statt.

Der BKWK e.V. möchte nun auch denjenigen, die nicht an der Tagung teilnehmen konnten, die Präsentationen als PDF zum Herunterladen anbieten. Die Kosten betragen 120,00 Euro, für B.KWK-Mitglieder 100,00 Euro (jeweils zzgl. 19% MwSt.). Der Einzelkauf ist nicht möglich. 


Inhalte:

  • Das Ausschreibungsdesign für KWK-Anlagen
    RA Prof. Dr. Martin Maslaton, MASLATON Rechtsanwaltsgesellschaft mbH, B.KWK
  • Kundenunfreundliche Zumutungen in der Branche
    RA Uwe Rühling, RÜHLING ANWÄLTE  
  • Primärenergiefaktoren für kommunale Wärmenetze mit KWK verbessern
    Heinz Ullrich Brosziewski, Ing.-Büro Brosziewski, B.KWK  
  • smart Mieter – ein ganzheitliches Konzept für innovative Energiedienstleistungen
    Thomas Windiks, bofest consult GmbH  
  • Lohnt sich doch noch! - Chancen für Eigenversorger im aktuellen KWKG
    Joachim Voigt, SOKRATHERM GmbH  
  • Grünes Licht für grüne KWK: Geschäftsmodelle mit Biomethan
    Zoltan Elek, Landwärme GmbH  
  • Umstellung auf zentrale, KWK-basierte Wärmelieferung und Mieterstrom im kleinen Mehrfamilienhaus mit 6 Wohneinheiten
  • Flexibilität und Netzintegration von Biogasanlagen
    Josef Rauber, FGH GmbH  
  • Effizienzmaßnahmen in der Industrie – Praxisbeispiel der Umsetzung eines innovativen KWKK-Konzeptes in der Lebensmittelindustrie
    Frank Kiendl, AGO AG Energie + Anlagen 

Bitte bestellen Sie unter Angabe Ihrer Rechnungsanschrift per > Email oder Fax an 030/27019281-99.

 
 
 
 
 

Bundesverband Kraft-Wärme-Kopplung e.V. (B.KWK)
Markgrafenstraße 56
D-10117 Berlin
Tel.: +49(0)30/270 192 81-0
Fax: +49(0)30/270 192 81-99
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.bkwk.de

Entwicklung neuer Produkte von Energiedienstleistern und Netzbetreibern

Aufgrund geänderter gesetzlicher Regelungen im Energiewirtschaftsgesetz und der Umsetzung der Regelungen u.a. in einer Anwendungsrichtlinie (VDE-AR-N 4140) des Verbandes der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik (VDE), die zum 01.02.2017 in Kraft getreten ist, empfiehlt sich für Netzanschlusskunden in Mittelspannung und Hochspannung die Überprüfung ihrer Vorsorgemaßnahmen zum Schutz der kritischen Infrastrukturen in der Produktion und auf dem Betriebsgelände.

 

Dazu gehört die ggf. die Priorisierung der Versorgung bestimmter Anlagen mit elektrischer Energie wie z.B. Produktionsmaschinen, Kühlungen und Heizungen, IT und Telekommunikation, Einbruchmeldeanlagen (ohne Anspruch auf Vollständigkeit).

 

Wir sind in unserer Beratungspraxis immer wieder überrascht, wie wenig dieser Gedanke - der so selbstverständlich klingt, ist er erst einmal ausgesprochen - in den Unternehmen verfolgt wird. Selbst bei Neubauvorhaben finden wir Planungen, die hierauf nicht eingehen. Deshalb glauben wir auch, dass es für Netzbetreiber und Energiedienstleister Sinn macht, auf die Netzanschlusskunden im eigenen Marktgebiet entsprechend zuzugehen.

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Im Einzelnen:

 

1. Informationspflichten

Nach der Regelung des neuen § 12 Absatz 4 Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) sind gewerbliche und industrielle Netzkunden von der folgenden Verpflichtung zur Information der Netzbetreibers betroffen: 

„Die folgenden natürlichen oder juristischen Personen müssen den Betreibern von Elektrizitätsversorgungsnetzen auf deren Verlangen unverzüglich die Informationen einschließlich etwaiger Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse bereitstellen, die notwendig sind, damit die Elektrizitätsversorgungsnetze sicher und zuverlässig betrieben, gewartet und ausgebaut werden können:
1. die Betreiber von Erzeugungsanlagen,
....
5. industrielle und gewerbliche Letztverbraucher,
...
Zu den bereitzustellenden Informationen zählen insbesondere Stammdaten, Planungsdaten und Echtzeitdaten.“

 

2. Bezugsanpassungen und Abschaltungen

Nach §§ 13, 14 EnWG können Netzbetreiber „sämtliche Stromeinspeisungen, Stromtransite und Stromabnahmen in ihren Regelzonen den Erfordernissen eines sicheren und zuverlässigen Betriebs des Netzes an(..)passen oder diese Anpassung (…) verlangen.“

Auf der Grundlage der §§ 12 ff. EnWG sind Eingriffe der Netzbetreiber auch in Erzeugung und Verbrauch von elektrischer Energie möglich, wenn die zur Wahrung der Systemstabilität erforderlich ist: d.h. auf dieser Grundlage können Erzeuger und Verbraucher von elektrischer Energie aus dem Netz herausgeschaltet werden.

Wie diese Zusammenarbeit der Netzbetreiber im Detail stattzufinden hat, findet sich in der zum 01.02.2017 in Kraft getretenen Anwendungsregel des Verbands der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik (VDE) VDE-AR-N 4140. Sie trägt den Titel: „Kaskadierung von Maßnahmen für die Systemsicherheit von elektrischen Energieversorgungsnetzen“.

Die Anwendungsregel ist in den nächsten zwei Jahren in die Praxis umzusetzen.

 

3. Sinnvolle Prüfungs- und Vorbereitungsmaßnahmen bei gewerblichen und industrielle Netzkunden

Gewerbliche und industrielle Netzkunden müssen damit rechnen, dass - falls noch nicht geschehen - der Betreiber des Elektrizitätsverteilungsnetzes, an das sie angeschlossen sind, in den nächsten zwei Jahren auf sie zukommt, um den Informationsfluss und die Maßnahmen zur Umsetzung der sog. „Kaskade“ zu besprechen und entsprechende Regelungen zu vereinbaren.

Die Rechtsgrundlagen, solche Kunden bei Gefährdung der Systemstabilität abzuschalten, bestehen aber bereits jetzt. Argumentativ für die Kundenansprache dürfte dies hilfreich sein, weil dabei nicht von „ungelegten Eiern“ einer ungewissen Zukunft gesprochen werden muss.

Falls es dann im Bedarfsfall zu Abschaltungsanforderung an diese Unternehmen kommen sollte, wäre es sinnvoll, wenn diese zur Sicherung des Systems und der Anlagen Strom aus eigener Erzeugung an den relevanten Orten auf dem Werksgelände zur Verfügung hätten.

 

bedenkentraeger     4. Geschäftsfeld für Netzbetreiber und Energiedienstleister

    Unseres Erachtens ist die Situation günstig, proaktiv auf diese möglichen Kunden zuzugehen und
    mit diesen die erforderlichen Maßnahmen zu erörtern. Für Netzbetreiber mit technischem und
    wirtschaftlichem Know-How zur Erbringung von Energiedienstleistungen muss es möglich sein,
    hierzu dem Kunden auch Lösungen anzubieten. Auch davon unabhängig dürfte eine entsprechende
    Initiative als „Türöffner“ und fachlicher Qualitätsausweis hilfreich sein.